So ist es angedacht ...

 

Wir legen allergrößten Wert auf eine angemessene Sozialisierung und Prägung der Welpen. Diese ist unabdingbar für die Vorbereitung auf das komplette spätere Leben, für ein stabiles seelisches Grundgerüst und auch für eine maximale Bindungsfähigkeit. Dieses setzt meiner Meinung nach voraus, daß die Welpen möglichst mitten in der Familie aufwachsen und nicht in separaten Räumlichkeiten untergebracht sind und daß sie alsbald auch im Familienverbund ihre Umwelt auch außerhalb des Hauses erkunden können.

 

Die ersten drei Wochen – in der neonatalen Phase und deren Übergangsphase – bedürfen Mutter wie Welpen allerdings der Ruhe. Die Welpen werden als Nesthocker geboren und bedürfen noch etwas "Nachentwicklungszeit" für ihre Sinne. In dieser Zeit steht Monja und den Welpen unser 18 qm großes Schlafzimmer zur Verfügung. Die Wurfkiste steht neben dem Bett, das zu Monjas großer Freude selbstverständlich als erhöhte Liegefläche mit Blick auf ihre Welpen auch von ihr genutzt werden darf. Ich glaube fest daran, daß - obwohl die Sinne noch nicht ausgreift sind - behutsame Körperberührungen bereits positiv „ankommen“ so wie es auch ein Schmerzempfinden gibt. Deshalb wird es diese wohligen Berührungen von Anfang an nicht nur zur Gewichtskontrolle und bei den Routinearbeiten geben.

 

Wenn die Kleinen dann mobiler werden und was von der Welt erfahren wollen und können, ziehen sie ins Erdgeschoss in das Wohnzimmer mit offener Küche. Dort wird ein Welpenbereich abgetrennt und von diesem können sie bei entsprechendem Wetter auch direkt ins Freie gelangen (der Aufenthalt draußen ist auch von drinnen gut zu überblicken). Monja wird bei der Erziehung der Welpen tatkräftige Unterstützung erhalten … auch von Floyd und Bibi. Sicherlich werden wir einiges an künstlichen, nachgestellten Reizen, Beschäftigung und Gegenstände (z.B. zur Motorikschulung)  anbieten, in erster Linie aber werden die Welpen vom ganz normalen Familienleben (mit 8-jährigem Kind und Althunden) geprägt.

 

Ab der 6. Woche etwa streben wir kleinere Ausflüge – auch mit dem Auto - an. Die ganz alltäglichen Dinge, die die Welpen schon beim Züchter unter mentaler Stärkung der Althunde im Rudel kennenlernen sind eine enorme Vorarbeit und Bereicherung für die weitere positive stabile innere Entwicklung  … der Bus und der Straßenverkehr vor der Haustüre, das sich automatisch öffnende Garagentor, die Inlinermädels, die vorbeidüsen etc.. Diese Reize der Umwelt, die der Welpe aber erst als „normal“ abspeichern muß, findet man gleich vor der Haustüre ….

 

Lernen, staunen, spielen, kämpfen, ausprobieren, Fertigkeiten trainieren, entspannen, zusammengekuschelt im Schlaf „verarbeiten“, wachsen und gedeihen … es wird sicher für alle Beteiligten eine aufregende und schöne Zeit werden!  

 

 

Fortsetzung folgt ...